Rezensionen

Todesschweigen von Claire Askew

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Der Kriminalroman “Todesschweigen” von Claire Askew wurde im November 2018 vom Goldmann Verlag veröffentlicht. Es ist im Taschenbucg für 10€ und als E-Book für 9,99€ erhältlich. Der Krimi umfasst 528 Seiten.

Inhalt/ Klappentext;

In Edinburgh ist Detective Helen Birch auf dem Weg zu ihrer neuen Dienststelle, als sie zu einem Einsatz gerufen wird, der sie zutiefst erschüttert: ein Amoklauf am Three Rivers College. Der junge Ryan Summers hat dreizehn Studentinnen erschossen, dann die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Was bleibt, ist die quälende Frage nach dem Warum. Während sich die Medien mit Spekulationen überschlagen, führen ihre Ermittlungen Helen Birch zu Ryans Mutter Moira sowie zu den verzweifelten Angehörigen der Opfer. Doch beide Seiten verbergen Geheimnisse, und die Wahrheit scheint Helen immer mehr zu entgleiten …

Cover:

Das Cover ist sehr schlicht gehalten in einem blau/grau Ton. Der Titel des Buches sticht mit seiner weisen Farbe hervor. Man sieht eine Person schattenhaft, die eine Treppe hinaufsteigt. Ich finde das Cover passt zum Inhalt des Krimis.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, sodass man schnell ins Geschehen eintauchen kann. Es wird alles sehr detailliert beschrieben, dadurch kann man sich alles sehr genau und bildlich vorstellen.

Protagonisten:

Es wird aus der Sicht von drei verschiedenen Frauen erzählt:

  1. Detective Helen Birch, sie ist befördert worden und der Amoklauf am Tree Rivers College ist ihr erster Fall im neuen Bezirk. Sie ist mit dem Fall zu Beginn etwas überfordert, denn sie muss sich um die Trauer der Angehörigen kümmern und sie stellt sich, wie die Bevölkerung auch, die quälende Frage nach dem Warum.
  2. Moira Summers, sie ist die Mutter des Täters Ryan Summers. Sie hat von dem Amoklauf übers Radio erfahren und hat dabei schon ein komisches Gefühl. Sie ist eine gebrochene Frau. Seit ihr Mann vor zwei Jahren verstorben ist, hat sich auch ihr Sohn Ryam sich stark von ihr distanziert. Sie steht nach dem Amoklauf im Fokus der Medien.
  3. Ishbel Hodgekiss , sie ist die Mutter von Abigail, dem ersten Opfers. Sie muss nach dem Tod ihrer Tochter noch mehr Schicksalsschläge hinnehmen und sich mit den Medien auseinandersetzen. Außerdem plagen sie Gewissensbisse, da sie in letzter Zeit kein gutes Verhältnis zu ihrer Tochter hatte. Sie stellt sich die Frage, ob es einen Grund gibt, weshalb ihre Tochter das erste Opfer geworden ist.

Meinung/ Fazit:

Zu Beginn möchte ich sagen, dass die Thematik bei mir eine Gänsehaut hervorgerufen hat. Man hofft, dass so ein schreckliches Erlebnis, niemals einen selbst treffen wird. Leider ist das Thema Amoklauf auch bei uns präsent. In dem Kriminalroman geht es jedoch eher um das Geschehen nach dem Amoklauf. Im Fokus stehen die Trauernden und die Medien. Man erkennt, wie die Medien sich auf die trauernden Familien stürzen und denen sogar Geld für die Story anbieten. Es ist erschreckend. Innerhalb des Romans werden immer wieder Artikel und Beiträge der Presse eingeblendet.

Habe etwas gebraucht, um richtig in die Story einzutauchen. Zu Beginn wird alles sehr detailliert beschrieben, sodass man sich zwar ein Bild davon machen kann, aber erstmal nicht wirklich etwas passiert. Detectiv Birch versuch die quälende Frage nach dem Warum zu lösen, damit die Familien es begreifen können. Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die Gänsehaut auslöst. Nach dem Amoklauf zieht sich die Geschichte doch ein wenig, aber gegen Ende wird alles aufgelöst.

Ich kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen! Jedoch würde ich es nicht richtig als Krimi deklarieren, da der Amoklauf an sich nur kurz geschildert wird und man eher Fokus auf die Trauer legt. Einen solchen Roman mit dieser Thematik habe ich zuvor noch nicht gelesen und ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

4 von 5 ⭐

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